Duplicate entry '54.198.134.104-2018-04-26' for key 'ip' LMT Hochstromstecker Montagehilfe

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Technik

Nie wieder Pickel!

Hier möchte ich ein paar Tipps beschreiben, die das Leben leichter machen können.

 

 

 

Flitschen-Start

 

ist doch was Schönes.



Es kann eine Menge Energie gespeichert werden und wenn alles paßt, ist es eine sichere Startmethode. Wenn es nicht paßt, ist immer noch eine Menge Energie gespeichert - und dann bleibt es meist nicht bei einer Bauchlandung. 



Hier mal das, was mich auch schon etwas zum Nachdenken brachte.



Problem 1: Das Modell wird vom Gummi nicht horizontal weggezogen, sondern hängt schon vor der Freigabe mit der Nase nach unten.

Vor allen beim Einfliegen wird meist mit einer Schwerpunktvorlage gearbeitet, die ein Abtauchen sehr begünstigt.

Nach der Freigabe bekommt es dann Bodenberührung und rutscht im günstigsten Fall die ganze Beschleunigungsstrecke auf dem Boden. Wenn man dann einmal bis vor den Bodenanker gerutscht ist, weis man auch, weshalb ein V-förmiges Gummi einfach top ist.

 

Ich helfe mir bei solchen Problemen zunächst mit einem ausgewählten Startplatz. Dafür ist z. B. ein kleines Tal optimal. Auf den einem Hügel wird das Gummi geankert, vom anderen Hügel wird gestartet. Das Modell kann dann erst mal ins Tal "abtauchen".


Das funktioniert aber auf einen Flugtag in der Regel nicht. Da gibt es weder Täler noch einen günstigen Gegenwind - meist paßt da nichts. 

 

Lösung: Der Zug sollte das Modell nicht nur nach vorne beschleunigen, sondern ein Teil der Kraft wird genutzt, um das Modell leicht aufzurichten. Dazu wird beim Modell mit Rumpf der Hacken nicht in der Rumpfnase eingehangen, sondern ca. 45°- 60° unterhalb/vor der Nasenleiste an der Rumpfunterseite. Beim Tiefdecker etwa halbe Strecke zwischen Nasenleiste und Rumpfspitze. Damit ist das System noch stabilisiert und bekommt doch ein leicht aufrichtendes Moment.

 

Problem bei meinen Horten war, dass da eben kein Rumpf ist der die ganze Sache aufrichtet. Was kann man machen - mehr Zug - irgendwann ist alles gerade!? Nein - auch bei 40kg Zug hängt das Modell noch und das alles schaut ziemlich wüst aus.

 

Beim Horten war die Lösung, dass ein Rohr in den "Rumpf" geklebt wurde - also in die Nase/Flächenspitze. In das Rohr wird ein Stift gesteckt, an dem das Gummi befestigt wird.



Eine Muffe aus Alu wird über den Stift geschoben. Sie hat schon eine Nut in der das Seil eingelegt werden kann. Für die Verbindung von Stift/Muffe eignet sich Loctite sehr gut.


Der Stift/das Rohr zeigen dabei etwas 20° - 30° nach oben/vorne. Der richtige Winkel ist auch eine Wissenschaft für sich. Ist er zu steil, fällt der Stift nicht so leicht heraus, wenn sich das Gummi entspannt. Ist er nicht ausreichend, kann der Stift zu früh herausfallen. Ist schade um den Schub, der dann z.T. noch erheblich ist. Wenn der Flieger sich gar nach oben aufbäumt, kann der Stift zu früh heraus rutschen, im Extremfall unmittelbar nach der Freigabe. Bei mir haben sich Winkel von 20-30° abweichend von der Senkrechten bewährt. Wird das Gummi bis dicht an das Modell geführt, sollte der Winkel eher steiler gewählt werden - dass Gummi zieht enorm nach unten, auch wenn es noch Schub liefert. Ich nutze gerne eine 2-3m lange Kluppungsleine. Da kann man noch etwas wippen aber das Gewicht des Gummis zieht den Stift kaum heraus, wenn der Zug nachläßt.



Der Stift darf ruhig etwas dicker sein. 6mm Stifte verkanten sich nicht so leicht. Sie sind etwas schwerer und fallen deshalb auch leichter aus dem Rohr. Passung etwa 7mm Bohrung bei einem 6mm Stift. Ich habe auch sehr enge Passungen erprobt, z.B. 4.2mm Bohrung für einen 4mm Stift - das kann auch mal hacken. Deshalb diese Verbindung sehr tolerent gestalten. Wichtig ist eigentlich nur ein sehr langes Rohr in das der Stift komplett eingreifen kann.

 

So: Dieser Stift wird nach unten um 50mm verlängert. Damit der nicht zu tief in das Rohr rein rutscht, stützt die Muffe ihn ab. Das Gummi spannt nun 50mm unterhalb des Nurflügels und erzeugt ein aufrichtendes Moment.



Es können auch mehr oder weniger als diese 50mm sein - wichtig ist das leicht aufrichtende Moment. Nun zieht der Flieger nach dem Freigeben nicht nach unten, sondern im Idealfall horizontal weg. Meine Horten sacken trotzdem deutlich durch aber so wird die Sache handhabbar. Einschläge gab es trotz Ein-Hand-Betrieb noch nicht. 


Zu beachten ist bei dieser Technik, dass ein Seil, was z.B. 50mm tiefer ansetzt, nicht nur ein aufrichtendes Moment erzeugt, der Stift hat auch einen gewissen Hebel, mit dem er in dem Rohr ansetzt. Das Rohr muss also sehr gut verankert werden, den durch den Hebel können ziemliche Kräfte auf die Verklebung ausgeübt werden.

Bei der Nemesis, einen Speeder der 5kg-Klasse im Horten-Design,  besteht z.B. die Schale an der Nase aus 3x160g cfk außen und 1x160g cfk + 1x50g Iso-Schicht aus Aramid innen. Stützstoff ist wie üblich 1,5mm Balsa. Dann wurde in die Nase eine 20mm dicke Sperrholzrippe eingeklebt und in diese Rippe ein V2A-Rohr eingeklebt. Wer in Österreich den Purzelbaum bei der einen Landung gesehen hat, weis auch, dass ich meine Modelle ehr etwas zu stabil baue - vor allen bei Prototypen darf man es ja auch etwas übertreiben.


Wenn die Fläche beim Horten "weicher" gebaut ist, gibt es auch noch die Möglichkeit das Rohr weiter hinten zu positionieren. Da geht dann leider etwas Platz für Lipos verloren - und natürlich wird der Flieger um die Hochachse nicht mehr so stabilsiert, wie beim Schlepp an der Nase. Vorteil ist hier, dass nun wieder ohne Hebel gearbeitet werden kann und die Kräfte auf die Zelle geringer sind.


Was dann auch noch so eine Frage ist: Wieviel Gummi ist ausreichend - oder geht es nur um den schlussendlichen Zug in kg? Ich kann dazu nur sagen, dass erfahrungsgemäss alles etwas entspannter abläuft, wenn das Gewicht des Gummis nicht unterhalb des Modellgewichts liegt. Um es ganz deutlich zu sagen: Ein 5kg-Speed-Nurflügel bekommt bei leichten Gegenwind das gleiche Gummi, dass ich auch für den 12kg Diskus beim Start am Hang bei 5bf Gegenwind nutze. Ich werde hier mal bei Gelegenheit die Gewichte von Modell und Gummi für einige Beispiele einstellen. Ich glaube, da gibt es viele Missverständnisse.

 



Problem 2: Bei meinen Horten und so ganz allgemein bei Modellen mit einer guten, lackierten - am besten noch polierten Oberfläche ist es sehr schwierig, das Modell bei ordentlich Gummizug noch sicher zu halten. Die Großsegler haben dafür etwas ein Seitenleitwerk hinten an den Rumpf konstruiert (smile)



Lösungen gibt es dafür bereits eine Menge. Beliebt ist ein Griffloch, gefolgt von Bereichen, die mit feinen Sandpapier beklebt wurden. Etwas pfiffiger ist es da schon, mit der Hand einmal durch das Gras zu streifen. Die geringe Feuchtigkeit läßt die Hände wieder an gut polierten Oberflächen haften. So richtig smart ist aber Surf-Wachs. Die Surfer nutzen es, um die ansonsten blanken Oberflächen ihrer Bretter wieder trittsicher zu bekommen. An den entsprechenden Stellen aufgetragen, bappen die Hände sicher am Modell. Es gibt dieses Surf-Wachs für verschiedene Aussentemperaturen - die Surfer haben daraus eine richtige Wissenschaft gemacht. 


Hier mal meine Mischungen:



 

 

Problem 3: Meist wird das Gummi eine bestimme Strecke ausgezogen und weil ich ein sehr schweres Gummi verwende (18mm Schlauch) bleibt es auch ausgezogen im Gras liegen. Wie stramm es ist, hängt dann aber vom Untergrund ab. Gerade feuchtes Gras kann die Flitsche regelrecht ans Gras kleben oder durchrutschen lassen, als wärs geölt. Staubiger Untergrund bietet ebenfalls wenig Widerstand. Meist zieht man dann, bis es nicht mehr geht und das ist alles andere als bequem.

 

Lösung: Einheitlichen Zug für den Start bekommt man, wenn man mit der Waage auszieht. Beim aktuellen NF z.B. bis 10kg.

 

Nun weiß ich auch, wie viel Schub ich beim Handstart benötige und kann diese Leistung für den Start programmieren - theoretisch. In der Praxis darf es ruhig etwas weniger Schub sein, da der Gummizug sehr schnell nachlässt und nach einigen Metern nur noch 50% beträgt - der Schub des Props, gerade wenn er eine hohe Steigung hat, nimmt aber zu. Aber mit unter 5kg Schub brauche ich z.B. gar nicht erst anfangen.

 

Beim NF nutze ich die Flitsche auch gerne zum Einfliegen um das Modell bei noch unklarer Schwerpunktlage "anzuschleppen".

 

 

Ach ja: Im Tchibo-Shop gab es mal elektonische Zugwaagen bis 45kg mit "Schleppanzeige" für kleines Geld. Hier mal der Link zum online-shop

 

http://www.tchibo.de/Handwaage-p400013616.html

 

 

 

Antriebsanstimmung/Motorerprobung

 

Sie findet heute oft am PC statt: Es wird in den Datenbanken nach enen Antrieb gesucht, der zum Modell paßt und dann angeschafft. 


Bisweilen entspricht dann aber das, was eigentlich gewünscht wurde so gar nicht den Erwartungen bzw. Prognosen.


Um hier vor Überraschungen sicher zu sein, wird ein Antrieb bei mir zunächst mal mit 1-2 Zellen weniger durchgemessen. Ein kleiner Prop ist auch eine Option. Oft ist auch bekannt, das zwischen Prop A und Prop B ein Sprung von 20% oder 50% in der Stromaufnahme besteht. Wie auch immer - erst mal antesten und wenn man sich sicher ist, wird Volllast gefahren.


Für die Strommessung kann man das volle Unilog-Programm anschließen, für erste Tests oder wenn es schnell gehen soll, reicht auch schon eine einfache Stromzange. Peaks werden damit zwar nicht erkannt aber pragmatische Werte zur Dauerbelastung sind schon möglich. 


So einen kleinen Erprobungsplan kann ich nur jeden ans Herz legen. Er schont die Nerven, das Bugdet und spart u.U. viel Zeit.


Wenn man es dann etwas genauer wissen will, kan man die so gewonenne Daten auch in die E-Calc-Programme einpflegen und erhält auf der Basis dieser Werte dann Prognosen für Veränderungen. Z.B. wie der Strom steigen wird, wenn nun noch eine Zelle mehr angeschlossen wird. 



LMT-6mm Stecksystem


Jeder kennt ja dieses niederohmige aber eben auch sehr stramme System. Bei Strömen ab 80A führt an den LMT-Steckern kein Weg vorbei und sie sind seit Jahren das Mass der Dinge.

 

Üblicherweise sind die Kabel auch etwas länger, so dass sie sicher gegriffen werden können.  Wenn´s aber um jedes Gramm geht, ist es notwendig, die Kabel so kurz wie nur irgendwie geht zu halten. Kurze Kabel haben auch weniger Widerstand. Die halbe Länge simuliert einen doppelten Querschnitt. Kurze Kabel kann man aber nicht mehr so gut packen...


Beliebt sind deshalb auch leicht geneigte Montagen der Stecker/Buchsen, um sie mit einer drehenden Bewegung leichter verbinden bzw. trennen zu können. Da können die Kabel wieder etwas kürzer sein aber nun gibt es durch drehende Bewegungen mehr Verschleiß an der Goldschicht - nicht gut.


Die Nutzung von 2 oder 3 Steckern in einem Verbund fällt bei der "Drehlösung" auch aus.


 

Deshalb habe ich mir überlegt, wie eine mechanische Hilfe aussehen müsste, die eine Verbindung und Trennung von Stecker und Buchse erleichten kann. Wärme ist die erste Idee, weil es im Sommer auffallend leicht geht und im Winter einfach kaum möglich erscheint, die beiden zu trennen. Die Kupferleitungen würden die Wärme aber flott abtransportieren.

 

Also neuer Ansatz: Die Stecker und Buchsen erhalten eine Bohrung quer zu ihrer Achse. In diese Bohrungen greifen die Schenkel von Seegerring-Zangen ein. Es gibt diese Zangen ja zum Spreizen und zum Schließen. Also für Innen- und Außensicherungen. Eine Zange zieht die Kontakte zusammen und eine Andere drückt sie auseinander. Die 90° geköpften Zangen sind dabei zu empfehlen, weil die Sicht auf die Bohrungen so frei bleibt.


Hier mal die Vorrichtung zum einheitlichen Bohren, die Zangen und fertigen Lipos:

 

 

Hier wird der Stecker gebohrt. Die Tiefe der Bohrung für Stecker und Buchse ist auf die kleine Bohrung abgestimmt. Deren Bohrung soll innerhalb der Lötpfanne durch gehen.

 

Der Ablauf bei der Verbindung. Die Stecker müssen achsengerecht auf der Buchse ausgerichtet werden, sonst  flutschen sie nicht hinein. Wenn alles passt, geht´s aber wie gewünscht sehr leicht.

 

Auf diese Weise vermeidet man auch das Drehen, was sich sie ungünstig auf die Goldbeschichtung auswirken soll und den Übergangswiderstand ungünstig beeinflusst.

 

Wichtig: Die Zangen müssen noch isoliert werden, sonst besteht die Gefahr von Kurzschlüssen. Am besten die Gelenke fetten und dann dicken Lack oder dünn Silikon drauf.

 

Die Bohrungen sollten ca. 2mm betragen, wenn die Schenkel 1,6mm haben. Wenn alles zu stramm geht, bereitet das Einfädeln der Schenkel beim lösen Probleme.

Tja - und etwas Gewicht wurde auch wieder gespart.

 

Bei der Premiere meines neuen F5S-NF konnten die LMT-Stecker und Buchsen auch über die sehr enge Flügelöffnung nun zügig und ohne viel Gemurkse verbunden werden. Die Löcher könnten aber noch 0,5mm größer sein. Das werde ich mal bei einem anderen Lipo testen.


Das non-plus-ultra wäre eine Zange mit parallel öffnenden und schließenden Backen, wie es sie für die Aufnahme kleiner Werkzeug gibt. Solche Zangen habe ich hier in verschiedenen Varianten vorliegen. Sie sehen so aus:



Es bedarf noch einer Lösung für die Aufnahme der Stecker/Buchsen aber da fällt mir sicher noch etwas ein.


Man könnte jetzt einwenden: Was soll´s - ich hab die immer auch so auseinander ziehen können...


Jepp - stimmt...! Aber man könnte mit einer entsprechenden Zange den Druck der Lamellen auch noch etwas erhöhen und somit den Übergangswiderstand nochmals verringern - oder hierdurch die Stecker kleiner dimensionieren und bei gleichem Übergangswiderstand leichter machen.   

 

 

 

 

 

F5S-Rumpfbau

 

Die ersten Rümpfe des Haybusa wurden geblasen. Das heißt, es wurde ein Schlauch in die Form mit dem frisch laminierten Rumpf gesteckt und aufgeblasen. Überschüssiges Harz wird heraus gedrückt und das Laminat an den Formrand gedrückt. Der Druck schwankt zwischen 2 und 5bar, weshalb die Formen sehr massiv aus Quarzsand aufgebaut werden müssen.  Die Rümpfe werden sehr leicht und stabil.

 

Etwas einfacher geht es mit eingesaugten Rümpfen. Dabei wird wieder ein Schlauch in die Rumpfform gelegt aber auch außen um die Form ein Schlauch gezogen. Der innere Schlauch ist nach aussen offen. Wenn nun abgesaugt wird, wird der innere Schlauch an den Formrand gedrückt und das Laminat legt sich überall perfekt an. Auf eine Formverschraubung kann ebenfalls verzichtet werden. Die Formen können sehr leicht gebaut werden. Prima Sache und ohne die nicht unerheblichen Gefahren der Blas-Methode.

 

 

Aber warum einfach, wenns auch kompliziert geht:

 

Beim Einsaugen können auch Sandwich-Elemente eingebaut werden, etwa beim Seitenleitwerk. So erhielten einige 2010er Habyabusa ein eingesaugtes Sandwich im SL. Das Laminat kann an dieser Stelle deutlich geringer ausfallen und es braucht keinen Steg im SL.

 

2011 wurden dann Pressstempel für den Rumpf des Hayabusa angefertigt. Mit ihnen ließen sich Sandwichkerne für ganze Rumpfhälften vorformen. Nun kann das Rumpfboot aus sehr dünnen Aramid aufgebaut werden und liegt dank Sandwicheinlage doch sehr griffig in der Hand.

 

Ein erster Versuch wurde am Rumpf des Hayabusa-VL durchgeführt und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Rumpf ist wie erwartet sehr griffig und gibt nirgendwo nach.

 

Diese Methode ist allerdings sehr kniffelig und erfordert viel Planung und Geduld beim Laminieren - belohnt aber mit nahtlosen Sandwich-Rümpfen, die es so nicht für Geld und gute Worte zu haben gibt. Ich habe bisher auch noch nicht gehört, dass andere Teams diese Methode einsetzen, bzw. beschrieben haben.  

 

 

Akku-Platzierung beim Horten und ähnlichen NF-Konzepten

 

Beim NF mit E-Antrieb gibt es immer die Frage, wo der Akku hin soll. Man kann damit sehr gut den Schwerpunkt einstellen, vor allen bei Druckantrieben muss er so weit wie möglich nach vorne.

Die orthogonalen Nurflügel haben meist einen Rumpf und es damit etwas leichter. Beim Horten wird es etwas schwieriger, weil das Loch für den Lipo ja irgendwann angebracht werden muss und dann kann man nur hoffen, dass es die richtige Stelle ist.

Ich gehe meist so vor, dass ich den Lipo im vorderen Nasenbereich platziere und die Position des Antriebs noch offen lasse. Optimal sind runde Gondeln, die eine Verschiebung der Motorposition sehr erleichtern – wenn Fernwellen eingesetzt werden. Ohne diese Komponente kommt man schnell in eine Zwickmühle und muss doch vorne oder hinten Blei anbringen – oder die Öffnungen für den Lipo verändern, also vergrößern.

 

Hier mal einige Lösungsmöglichkeiten bei der Unterbringung der Akkus:

 

Den Anfang macht die wohl komplexeste Variante, die Register-Lösung. Dabei wird der Akku wie ein Register vorne in die Flügelnase eingeschoben, durchbricht die Holmbrücke und wird beim letzten Stück noch automatisch mit dem Steller verbunden. Gleichzeitig bildet der Akku auch die vordere Flügelsektion im Nasenbereich ab. Bei einer harten Landung kann er nach vorne herausspringen. Gesichert wird er mit Tesa. Dafür muss er ein hardcase haben und im Rumpf geführt werden. Hat man sich erst mal zu dieser Variante durchgerungen, ist sie recht flott umgesetzt und man fragt sich bald, wie man es früher gemacht hat.

 Tja - so geht das bei 14x1400. Aber auch Lipos lassen sich mit einem einfachen hardcase einschieben.

 

Hier eine gute Lösung bei einem 3teiligen Flügel:

 

 

Ursprünglich wurden 12x2400 Inline durch die seitliche Öffnung in die Rumpfsektion geschoben. Diese Sektion ist 300mm breit, so dass der Akku auf beiden Seiten etwas in die Flächen hinein schaute. Sehr saubere Lösung die auch problemlos auf Lipos übertragen werden kann.

 

Wichtig fand ich bei allen Lösungen, dass der Akku vor dem Holm platziert wird, damit seine oft erhebliche Masse bei einer harten Landung etc. nicht den Holm beschädigen kann. Das käme beim NF einem Totalschaden gleich. Optimal sind Lösungen, bei denen der Akku nach vorne heraus rutschen kann und auch die E-Verbindung zum Steller getrennt wird.

Der Holm ist bei diesem NF im Übrigen ein 16mm CFK-Rundstab. Er ist bei den Wurzelrippen kurz in Alu-Buchsen geführt, ansonsten aber schwimmend gelagert.

16mm CFK bei 3 Spannweite erwies sich beim NF als sehr guter Kompromiss aus Gewicht und Festigkeit: Kein Flattern auch bei E-Antrieb. Gewicht incl. Antrieb ca. 3800g Profil S5010 auf 10%sym.

 

 

 


 

Schalenflügel und Aufbau in der Form: Wie kann man cfk an der Trennebene besäumen?

 

Bisweilen stellt sich die Frage, wie man cfk an der Nase besäumt. Glas wird gerne mit der Klinge angeschnitten, bei cfk geht das nicht so ohne Weiteres. Ich gehe bei meinen cfk-Flächen deshalb etwas anders vor:

 

Wenn ich nur 80g Kohle für die Oberschale verwende, lasse ich die Kohle an der Nase und an der Endleiste 3-5mm überstehen. Bei Glas als Deckschicht und dann Kohle wird die Kohle bündig zugeschnitten und eingelegt. Das Glas steht dann 5mm über. Wenn nur Kohle eingesetzt wird, gehe ich an der Nasenleiste so vor, wie an der Endleiste: Das Laminat wird vorsichtig auf eine Dicke von 0,1mm herunter geschliffen. Die Dicke kann man gut kontrollieren, indem man ein Fachmaterial (Alu-Vierkant etc) über die gesamte Tiefe auf die Trennebene legt und und das Spaltmass prüft. Dazu fährt man die gesamte Spannweite ab und schiebt dabei in den Spalt zwischen Trennebene (hinter dem Laminat!) und Vierkant ein dünnes Blatt Papier. Es wird zunächst ohne viel Widerstand in den Spalt passen. Dann schleift man ganz vorsichtig weiter und prüft zwischendurch immer wieder mit dem Blatt Papier. Wenn es nur noch mit leichten Widerstand durch den Spalt gezogen werden kann, ist das gewünschte Maß erreicht.

 

Wer da sehr ängstlich ist (wie ich bei den ersten Versuchen) oder noch wenig Erfahrung hat, kann das Blatt Papier auch erst mal falten und sich an diesem Maß versuchen. Es ist wirklich erstaunlich, wie genau man damit diesen Spalt gestalten kann.

 

Wenn Glas und Kohle verwendet wurden, wird an der Nasenleiste nur ganz leicht das überstehende Glas angeraut um evtl. höhere Überstände zu egalisieren. Kontrolle des Spaltmaßes hilft aber auch hier, spätere Überraschungen zu vermeiden.

 

Wichtig ist bei dem Vierkant, dass er sehr breit ist. Mindestens 50mm. So erwischt man auch kleine vereinzelte Höcker, die aber verhindern, dass sich die Form sauber bis zum eingeschliffenen Spaltmaß schließt. Bei schmalen Messhilfen, wie z.B. einem Haarlineal können einem diese Stellen leicht "durchrutschen".

 

Als Schleifleiste verwende ich 12mm dicke Sperrholzstreifen, auf die ich mit doppelseitigen Tesa 240 Nass-Papier aufbringe. Die Holzleisten haben gegenüber den genaueren Aluprofilen den Vorteil, dass sie sich bei Druck leicht durchbiegen und der Formrand auch bei Untermaß nicht gleich beschädigt wird. Ein paar Riefen machen dort aber auch nichts. Ich trenne diesen Bereich auch gerne noch 1 x ein. Sicher ist sicher.

 

Nach dem Zusammenkleben der beiden Hälften wird der Grad an der Nasenleiste entfernt und gut ist. An der Endleiste kann man dann die Dicke kontrollieren und wird bei sorgfältiger Arbeit kaum über 0,3mm kommen.

 

Gibt sicher auch noch andere Möglichkeiten aber ich habe ein Problem mit Metall auf der gewachsten Trennebene. Dafür haben meine Formen auch nach vielen Entformungen keine Abbrüche an der Trennebene.



Klapp-Props auswuchten


Viele Speedflieger kommen aus der Verbrenner-Szene oder fingen doch zumindest mit starren Props an. Damit einher geht die Angewohnheit Props auf einer Wippe auszuwuchten bzw. zu balancieren: Der Prop wird in der Nabe gelagert und gilt als fast perfekt ausgewuchtet, wenn keine Blattspitze nach unten dreht. Tut sie es doch, ist sie zu schwer. Dann wird an dem Blatt, dass nach unten zeigt, etwas Material abgeschliffen. Das wird so oft wiederholt, bis der Prop die Waage hält. Das nennt man dann statisches Auswuchten.


Hier mal für das statische Auswiegen die Vorrichtung von FEMA. Der Prop ist so gelagert, dass er kippen kann. Das schwere Blatt zeigt dann nach unten. Für die ganz feinen Abweichungen ist im Kopf eine Libelle, die auch kleinste noch bestehende Abweichungen deutlich anzeigt.



Eine feine Sache und sauber gefertigtes Tool. Für starre 3- Blatt-Props einfach optimal. Es wird auch wenig Platz benötigt und das Werkzeug kann bei Flugtagen immer mitgeführt werden. Es wurde von FEMA leider aus dem Programm genommen.



Daneben gibt es noch das dynamische Auswuchten. Dabei wird der Prop in einer Vorrichtung mit seiner Zieldrehzahl bewegt und solange bearbeitet, bis die Vibrationen am geringsten sind. Ein einfaches Schema ist z.B. ihn mit einem Spinner zu montieren und dann die Position des Props auf der Spinnergrundplatte zu variieren. Bei jeder neuen Position gibt es einen Testlauf. In der Regel verändert sich die Unwucht sehr deutlich. Es ist erstaunlich, was bereits damit erreicht werden kann. Die Unterschiede sind meist so groß, dass die ersten Versuche nur mit einem Bruchteil der angestrebten Drehzahl möglich ist. Meist bekommt man so ein System nur für eine bestimmte Drehzahl einigermaßen ausgewuchtet. Bei Teillast kann so ein System noch ordentlich schütteln, bei Vollgas ist dann Ruhe.


Klapp-Props bieten eine andere Möglichkeit beim Auswuchten:

Das Auswuchten durch separates Auswiegen der einzelnen Blätter.

Da für einen ruhigen Lauf gleichgroße Fliehkräfte entscheidend sind, ist es eigentlich unerheblich, ob der komplett montierte Prop in der Wippe perfekt ausbalanciert ist, ja sogar irreführend - vielmehr werden alle Blätter abmontiert und einzeln auf das gleiche Gewicht gebracht. Damit ist dann ein ruhiger Lauf gewährleistet. Dies ist nur beim Klapp-Prop möglich. Beim Starr-Prop können die Blätter nun mal nicht einzeln gewogen werden. (Bis auch einige Sonderkonstruktionen mit gebauten Props)


Hierzu ein kleines Gedankenexperiment: Man lege auf die Wippe einen Klapp-Prop, bei dem das eine Blatt 5g wiegt und das Andere 6g. Die Blätter sind an einem perfekten Blatthalter montiert. Das Blatt mit 6g hat sein Mehrgewicht an der Nabe, das 5g-Blatt hat so viel Gewicht im Aussenblatt, dass die Blätter auf der Waage dann doch die Balance halten. Der Prop scheint perfekt ausgewuchtet - und wird doch im Lauf eine Unwucht erzeugen - weil eben die Massen nicht gleich verteilt sind. 


Kurz: Die Methode mit der Wippe erkennt solche problemtischen Gewichtsverteilungen aufgrund der Vorgehensweise nicht. Sie hat hier einen blinden Fleck.


Können die Blätter aber einzeln gewogen werden, sind sehr gute Ergebnisse möglich. Auch bei komplexen Prop-Designs, wie z.B. den 3- oder 5-Blatt Prop, kommt man mit dieser Methode schnell zu brauchbaren Ergebnissen. Man kann diese Methode auch mehr als Auswuchten bezeichnen, die Methoden mit der Wippe stellen mehr ein Ausbalancieren dar. 


Ich verwende für das Auswiegen eine digitale 50g-Goldwaage.



Diese Waagen sind inzwischen sehr preiswert und mit ihnen ist eine Genauigkeit von 1/100g möglich. Im Bereich von 1/100g wird bei 2 Messungen aber selten der gleiche Wert angezeigt. Praktisch reicht 1/10g aber völlig aus. Hier kann das Messergebnis auch beliebig oft wiederholt werden.



Der Platzbedarf ist nochmals geringer und die kleine Waage kann immer mit genommen werden. Es fehlt dann nur noch es etwas Schleifpapier und es kann losgehen.




Lager einpressen oder einkleben - pro und contra


Wenn Wälz-Lager eingepresst werden, besteht die Gefahr, dass sie sich verspannen. Damit ist eine leichte Verformung gemeint, die entsteht, wenn z.B. der Lagersitz nicht 100% rund ist oder beim Einbau nicht sorgfältig gearbeit wurde. In der Konsequenz trägt es ungleichmäßig, hat mehr Reibung und die Lebensdauer ist auch reduziert. Das mag jetzt bei Standard-Lagern die in einer weichen Alu-Legierung sitzen, nicht von Bedeutung sein - bei leichten Dünnringlagern und hochfesten Alu-Legierungen und besonders bei den so beliebten Aufnahmen im Stratorpaket der Hochleistungs-Außenläufer ist das schon eine Überlegung.


Beim Einkleben wird der Lagersitz als Wurfpassung ausgelegt. Das Lager rutscht leicht über die Welle und in den Lagersitz hinein. Wellenseitig muss aber penibel auf einen winkeltreuen Sitz geachtet werden, sonst schlägt das Lager beim Lauf.  Da ich bei Wellen Normteile verwende, ist hier aber eigentlich keine Nacharbeit notwendig. Diese h7-Systempassungen erlauben eine genaue und spannnungfreie Monatge. Es wird dann bei der Montage mit Locite fixiert. Es sitz absolut spannungsfrei. 


Einen Sonderfall bilden die cfk-Rohre bei den 10kw-Fernwellen. Hier wird eine Montagehülse über die Welle geschoben. Diese Hülse sichert bei der Montage die gewünschte winkeltreue Position des Lagers auf der Welle. Sie wird anschließend wieder abgezogen.


Vorteil der eingepressten Lager ist eine sehr gute Wärmeabfuhr über den Lagersitz zum Gehäuse - umgekehrt kann es auch z.B. vom Strator ganz gut aufgewärmt werden.  


Die eingeklebten Lager sind dagegen thermisch weitgehend isoliert. Sie kochen im wahrsten Sinne ihr eigenes Süppchen. Ein wenig leiten sie aber schon Wärme ab.


Wie man vorgeht ist dann wieder eine Sache für sich. Man muss abwägen aber es ist schon mal ganz gut, wenn man weiß, was man macht und was dann was für einen Effekt hat.





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