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Nurflügel

 

Hier möchte ich einige meiner Nurflügel vorstellen. Sie werden im Weiteren nur als NF bezeichnet. Es handelt sich dabei nicht immer um reine Speed-Modelle aber alle meine wirklich schnellen NF-Konzepte basieren auf diesen Ansätzen. Evtl. ergibt sich für den ein oder anderen ein interessanter Ansatz oder hilft ihn über eine der zahlreichen Klippen in der Fliegerei mit Nurflügeln hinweg.

 

 

Die Modelle werden zunächst vorgestellt und im Laufe der Zeit werde ich dann die dahinter stehenden Konzepte ausführen.

 

Hier einer meiner erster Horten-NF

 

 

 


 

 

Der Entwurf stammt aus dem Jahr 1985 – hat also schon gut 30 Jahre auf den Buckel. Es wurde an der Wurzel ein original Horten-Profil mit 20% Dicke verwendet, das bis zum Randbogen auf ein 10%tiges Naca gestrakt wurde. Die Spannweite beträgt 2,4m.

Dieses Modell hatte Schrägachsenanlenkung an den Rudern, an den Flächenspitzen kleine Bremsklappen und für die Landung ebenfalls etwas größere Bremsklappen. Die großen Klappen wurden aber nicht benötigt – da war ich damals wohl etwas zu optimistisch. Es wurde als Segler am Hang und im Hochstart eingesetzt, wobei bereits die V-Fesselung erprobt wurde. Mit dem Motoraufsatz flog es ebenfalls lange Jahre mit einem 6,5ccm OS.

Dieses Modell war das erste mit einem ausgerundeten Flügelmittelteil. In den folgenden Jahren sollte viele meiner NF-Konstruktionen diese Besonderheit erhalten, die sich als sehr leistungssteigend erwies. Der Schwerpunkt kann bei dieser Auslegung weiter nach vorne gelegt werden, als bei einem spitzen Mittelteil, was eine gute Aerodynamik, insbesondere geringere Ablösungen in diesem Bereich nachweist.

 

Inzwischen ist ein Rundung des Mittelteils state of the art. 1985 war das Neuland, ein echte Innvovation. Das ist aber auch das Schöne am Modellbau und speziell an der Konstruktion von Nurflügelmodellen: Man kann ohne großen Aufwand sehr viel probieren, experimentieren und es sind noch echte Leistungssprünge möglich. 

 

 

Hier ein mehr auf Leistung getrimmter Horten mit 3m Spannweite und einem 8-Zellen-Antrieb aus dem Jahr 1992. Wieder wurde ein Horten-Naca-Strak eingesetzt. Diesmal von 13% an der Wurzel auf 10% am Tipp.

Die Leistungen waren deutlich besser und es wurde ein viel geflogenes Modell. Dieses Modell erhielt auch als erstes eine Fernwelle. Nachdem ich mich durch die nicht unerheblichen Anfangsprobleme mit dieser neuen Technik gekämpft hatte, bekamen alle meine NF eine Fernwelle.


Im Laufe der Jahre bekam er eine Modellpflege mit gfk-Beschichtung und als topcoat noch Schwabel-Lack - so fliegt er noch heute in seinem nun 26zigsten Jahr.

 

Alle Horten-Nurflügel erhielten einen speziellen Schränkungsverlauf, von dem ich mal behaupte, dass er dem original Konzept der Horten Brüder sehr nahe kommt. Dazu werde ich in einem separaten Bereich etwas mehr schreiben. Es ist zwar ein sehr einfaches Konzept aber die Herleitung ist schon etwas umfangreicher. Es soll ja auch verständlich bleiben. 



Hier nun der Beginn einer etwas radikaleren Phase: Ein NF aus 2000 mit 3m Spannweite und Seelig-Strak mit 9% Dicke. Es wurde eine spezielle Schneidetechnik entwickelt, mit der die Kerne an einer CNC-Maschine in einem Stück geschnitten werden konnten. Gleichzeitig konnten die Rundungen der Flächengeometrie eingearbeitet werden. Sowohl die Endleiste als auch die Nasenleiste erhielten hierdurch einen leichten Radius ( - entlang der Querachse!)


Auch dazu werde ich in einem separaten Bereich etwas ausführlicher eingehen. Dafür braucht es aber noch etwas Zeit.



Eine weitere Neuerung sind Wingtips, die sich enorm leistungssteigernd auswirkten. Dieses Modell ist mein schnellster Gleiter und doch extrem thermikempfindlich. Als zweite wesentliche Invovation erhielten die Wingtips eine positive Vorspur. Dies passt besser zu den örtlichen Strömungsverhältnissen, denn die Modelle vollziehen damit einen deutlichen Leistungssprung. Vor allen das schnelle Gleiten wirkt wie entfesselt - als wenn die "Handbremse" gelöst wird. Gleichzeitig kann langsamer und enger gekreist werden.


Als Zugabe ist die Richtungsstbailität soweit reduziert, dass die Modelle in der Thermik nochmals spontaner eindrehen - besser geht es eigentlich nicht.


Bei Nurflügeln hält sich hartnäckig die Aussage, dass sie nur sehr leicht fliegen. Tja - der Brocken hat mit E-Antrieb 3,8kg Abfluggewicht, was auch den ziemlichen Durchzug erklärt.


Die Verbesserung der Gleitleistung durch Erhöhung der Flächenbelastung in einen Bereich, der an aufbalastierte F3B-Modelle heran reicht, bei gleichzeitiger Reduktion der Profildicke  u n d  Erhöhung der Streckung ist auch eine neue Entwicklungslinie bei meinen NF-Gleitern. Sie folgt im Grunde den Evolutionsschritten im manntragenden Segelflugzeugbau, der im Modellbau nur sehr zögerlich übernommen wurde und dort auch nur bei einzelnen Leitwerkskonstruktionen. Im Nurflügelbereich steht das noch auf der Liste der "don´ts".  Ich könnte mir aber vorstellen, dass sie in einigen Jahrzehnten ähnlich verbreitet sein wird, wie die Ausrundung der Mittelteile.

 

 

Hier der erste mehr auf Speed getrimmte NF mit 2m Spannweite und einem eigenen Profilentwurf mit 10% Dicke und leichten S-Schlag an der Wurzel


 

Hier kann man den ausgerundeten Grundriss an der Endleiste sehr gut erkennen.

 

 

 

Hier das Konzept der Wechselgondel für den Antrieb. Es sind verschiedene Antriebe erprobt worden. Der Motor kann mit dem Steller von hinten in den Flügel geschoben werden.

 

 

Schränkungsverlauf


 

 und fertiges Modell

 

 

 

Hier ein weiterer NF mit 1,4m Spannweite. 

 

 

Die Idee war hier, eine Zelle für ein Setup aus einem F5D-Munga zu bekommen, die auch Langungen im rauhen Gelände aushält. Passte dann ganz gut. Technisch interessannt war die Konstrukion der Fernwelle, die gut 20.000rpm aushalten mußte. Letztlich funktionierte es mit einem 6mm cfk-Stab sehr gut. Die Verbindungen wurden geklebt.

 

 

Hier ein aktueller NF. Dieser NF wurde erstmals komplett in Formen und in cfk-Schalenbauweise aufgebaut. 1,8m Spannweite und aktuell 4kg Gewicht

 

 

Das Modell kommt mit sehr wenig Schränkung aus - es sind gerade mal 3° und die Klappen stehen im Speedflug im Strak. Es hat als Profil durchgehend einen symmetrischen Naca-Tropfen. Allenfalls am Übergang von der Fläche zu der Motorspindel wurde das Profil etwas in die Länge gezogen aber das dürfte sich eher kosmetisch auswirken.

 


5-Blatt-Pusher - wenn schon, denn schon! Und wenn schon Pusher, dann mit mindestens einem Prop-Radius Abstand zwischen Endleiste und Prop. Der Prop verursacht sonst ein sägendes Geräusch und was Lärm macht, kostet Leistung.


Das führt fast immer dazu, dass eine Fernwelle eingesetzt werden muss aber der Aufwand lohnt und einmal eingesetzt, macht man es nicht mehr anders.


Aktuell wird in der Nemesis ein neues Paket erprobt: Scorpion 4535 mit Spezialwicklung, YGE320HV und 12x24 5-Blatt-Prop. Zunächst mal an 8s aber schon dabei zeigte sich das Modell sehr dynamisch. Der Sound dieses Props ist im Pusher-Betrieb zum niederknien.

In den Sound des Props mischt sich die Wirbelschleppe der Zelle und beides zusammen ergibt einen unvergleichlichen Klang. Wo sonst das bekannte Sägen auftritt, gibt es jetzt eine Art Pumpen mit sehr niedriger Frequenz und hohen Volumen.

 

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